AYURVEDIC TIPS JUNI

2 Juli 2018 |

Kategorien:Ayurveda, Healthy Body, Healthy Food, Healthy Life, Healthy Mind, IN GOOD HEALTH GUIDE, Yoga

Hier findest du regelmäßig die gesammelten Ayurvedic Tips für den Monat, als Übersicht! Immer mit den vier Kategorien Ernährung, Yoga & Pranayama, Philosophie & Essentials und Season & Nature.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Philosophie & Essentials

Rizinusölpackungen
Ein altes ayurvedisches Heilmittel, das die Verdauung beruhigt und unterstützt. Wenn es auf den Bauchbereich aufgetragen wird, beruhigt und balanciert es das Immunsystem und transportiert Giftstoffe aus dem Körper.
Das Rizinusöl wird durch die Haut aufgenommen. Es verbessert die körpereigene Fähigkeit Nährstoffe aufzunehmen, Giftstoffe zu eliminieren und erhöht die Durchblutung. Die heilenden Inhaltsstoffe gleichen Entzündungen, Hormone, Verdauung und den Kreislauf aus. Es hilft bei Zyklusstörungen und Unruhe.

Beispiel-Anwendung einer Rizinusölpackung:
Ein Flanelltuch (als Rechteck gefaltet). Es sollte so gefaltet werden, dass es zwei bis drei Schichten dick ist und so den gesamten Bauchbereich bis zur Leber abdecken kann. Flanell in Rizinusöl tränken, überschüssiges Öl auswringen, dann das Flanelltuch auf den Bauch legen. Eine Plastikfolie kann das Tuch an Ort und Stelle halten. Ein Wärmekissen kann dann über der Plastikfolie aufgelegt werden und darauf ein großes Handtuch, um alles an seinem Platz zu halten.
Die Rizinusölpackung für 1-3 Stunden anwenden – Eine gute Zeit, um sich auszuruhen. Später kann das Öl mit etwas Wasser und Seife von der Haut entfernt werden. Die Ölpackung kann bis zu drei Tage in Folge angewendet werden.

Season & Nature

PITTA
Der Ayurveda behandelt Ungleichgewichte mit ihren Gegensätzen. Ein feuriger Pitta-Typ sollte beispielsweise nicht bei 30 Grad in der Mittagssonne ein scharfes heißes Gericht essen. Stattdessen brauchen Menschen mit einem ausgeprägtem Pitta-Dosha kühlende Nahrungsmittel wie Gurken und Minze, um überschüssiges Feuer zu vermeiden, dazu Aktivitäten wie Schwimmen und sich beim essen und Sport Zeit nehmen. Im Sommer ist es zudem wichtig, wann und was wir essen. Unser Agni, das Verdauungsfeuer, ist im Sommer niedrig und am niedrigsten während der heißesten Zeit des Tages.
Pitta-Saison-Tipp:
– Frühstück und Mittagessen, bevor die Sonne (zu) heiß wird + ein leichtes Abendessen wenn die Sonne unter geht.

Ernährung & Rezepte

Geschmack: Rasa – Sauer
Sauer steht für die Elemente Erde und Feuer. Feuer ist dominant und Saures kann unser Agni Verdauungsfeuer anregen. Es sollte nur einen kleinen Teil der Mahlzeit ausmachen um den Geschmack zu verstärken, wenn alle anderen Geschmäcker gegeben sind, kann eine saure Note wie Apfelessig oder Zitrone noch den letzten Schliff geben. Außerdem hilft das Saure dabei Nährstoffe und Mineralien wie Eisen aufzunehmen, es stimuliert die Zirkulation und schärft die Sinne. Durch die feurige Eigenschaft, gleicht es Vata aus. Vata-Typen brauchen Wärme und Anregung. Aber nicht nur Vata benötigt saures. Während des Sommers kann es ein zu viel an Pitta geben und auch während des Eisprungs der Frau. Fermentiertes ist eine gute Quelle, Sauerkraut, Kimchi, saure Gurken, Joghurt, Tempeh und Kombucha. Auch saure Früchte wie Zitronen, Cranberrie, Himbeeren und Ananas. Banane, Pfirsiche, Knoblauch, Tamari, Wein und Bier haben auch alle einen sauren Effekt auf den Körper.

Saure eingelegte Möhren
500 g Möhren
200 ml Apfelessig
100 ml Apfelsaft
1 EL Öl
2 TL Senfsamen
4 Zehen Knoblauch
2 EL frischer Ingwer
1/4 TL Cayenne-Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmel und Kurkuma
Salz und Pfeffer
1 Zitrone

Die Möhren schälen und in dünne 6cm lange Streifen schneiden. Die Gewürze, Koblauch und Ingwer in einem Topf mit dem Öl erwärmen. Die Möhren, Apfelessig und Saft hinzugeben und für 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Zwischendurch umrühren. Abkühlen lassen und danach in ein sterilisertes Glas füllen, mit Zitronensaft und eventuell Wasser bedecken und den Deckel schließen. Als Beilage zu oder in Salaten und warmen Gerichten servieren.

Yoga & Pranayama

Meditation: Atmung
Eine natürliche Atmung zu kultivieren braucht Bewusstsein und Übung, durch die Veränderung deiner Aufmerksamkeit und das still werden ist es auch eine Form der Meditation. Im Alltag haben leider die Mehrheit von uns eine flache Atmung, der wir keinerlei Aufmerksamkeit und Bedeutung zumessen.
Eine beruhigende Atemübung während der Meditation: 15 Minuten täglich führt dazu, dass du auch im Alltag und im Schlaf diese bewusste und natürliche Atmung behälst

– Finde einen aufrechten, bequemen Sitz oder lege dich hin.
Wandere durch alle Körperteile hinab beginnend vom Kopf an und entspanne sie
Langsam und tief durch die Nase ein- und ausatmen. Lege deine Zungenspitze an dein Munddach, hebe und senke deinen Bauch. Gleichmäßige Atemzüge.
Bei der Einatmung stellst du dir helles, klärendes Licht vor, dass in dich einströmt. Lass es durch deinen ganzen Körper fließen.
Bei der Ausatmung lässt du alles los, was du nicht brauchst und was dir nicht gut tut. Schmerz, Anspannung, Krankheit, Stress…etc.
Um die Meditation abzuschließen, reibe deine Handinnenflächen ineinander bis Hitze entsteht und lege sie danach auf dein Gesicht. Lege die Hände wieder ab, öffne die Augen und spüre der Meditation nach. Nimm wahr, wie du dich jetzt fühlst.

Viel Spaß beim ausprobieren!