Testoviron – Der ideale Muskelbooster?

testoviron

Bei Testoviron handelt es sich um eine gemischte und per Injektion zuführbare Form von Testosteron, die in der Apotheke nach Vorlage eines ärztlichen Rezeptes erhältlich ist. Testosteron ist ein Sexualhormon und gleichzeitig das wichtigste männliche Androgen, welches normalerweise in natürlicher Form im menschlichen Körper besteht und auch eigens von diesem produziert wird. Testosteron hat unter anderem eine anabole, also muskelaufbauender Wirkungsweise. Hauptsächlich wird es in den männlichen Hoden und zum, wenn auch nur geringen, Teil auch in der Nebennierenrinde gebildet. Obwohl Testosteron also in jedem Körper auf natürlicher Basis angelegt ist, kommt es vor, dass der Körper nicht ausreichend Testosteron produziert und damit leichte bis stärkere Beschwerden oder Unzufriedenheiten entstehen. Wenn solch ein Testosteronmangel besteht, sollte dieser unter Zuhilfenahmer verschiedener ärzticher Tests und Untersuchungen festgestellt und im Anschluss daran therapiert werden. Hierfür ist hier diskutiertes Ersatz-Präparat eines der am häufigsten verschriebenen und verwendenten Testosteron-Ersatzpräparate, mit welchem bislang gute Ergebnisse erzielt wurden. Obwohl Testosteron in der Gesellschaft eher als männliches Hormon betrachtet wird, können auch Frauen von einem Testosteronmangel betroffen sein und Testosteronpräparate wie Testoviron angewiesen sein. Zudem gibt es mehrere Studien, die eine positive Korrelation zwischen der Höhe des Testosteronspiegels und der Lebenserwartung festgestellt haben. Genau hier setzt Testoviron an und kann bei vielen Beschwerden Abhilfe schaffen.

Testosteron ist primär dafür verantwortlich, die Funktion der Sexualorgane und damit verknüpft die eigene Potenz aufrecht zu erhalten. Hierfür beeinflusst Testosteron im Gehirn die Bildung der Neurotransmitter, die für Lustempfindung und Erektion notwendig sind. Des Weiteren stimuliert es die Produktion roter Blutkörperchen und fördert darüber hinaus den Knochenaufbau und das Knochenwachstum in der Pubertät. Zusätzlich wirkt es auf das Skelett, die Haut, Leber, Niere, zentrales Nervensystem, Zuckerstoffwechsel und vor allem auf Muskeln, weswegen Testosteron-Präperate wie Testoviron häufig im Bodybuilding-Bereich angewendet werden. Hier wird vor allem das protein-anabole Wirkungsspektrum angesprochen.

Testoviron ist in vielen verschiedenen Fällen anwendbar, primär wird es allerdings bei einer Unterfunktion der Keimdrüse bei Männern eingesetzt, beziehungsweise bei einem Mangel an natürlichem Testosteron. Daher wird es unter anderem bei der verspäteten Geschlechtsentwicklung bei Jungen eingesetzt, unterstützt aber auch den Abschluss des Knochenaufbaus bei Mädchen gegen Ende der Pubertät.
Das Präparat steigert zudem unter anderem die männliche Potenz und damit verbunden sexuelles Verlangen. Auch bei Frauen ist Testosteron das entscheidende Lusthormon, obwohl der Testosteronspiegel hier von Natur aus deutlich niedriger ist als beim Mann. Hier kann es Problemen, die in Verdingung mit dem Verlust oder einem Mangel an sexuellem Verlangen stehen, vorbeugen. Aber auch bei Osteoporose kann Testoviron eine hilfreiche Begleittherapie darstellen, da es eine Auswirkung auf die Knochendichte hat.

Welche Vorteile ergeben sich mit Testoviron?

Häufig wird oben Testoviron im Zusammenhang mit Muskelaufbau, Bodybuilding und Ausdauersport und somit als Dopingmittel verwendet. Der Markt rund um Testosteronpräparate boomt. Das Ziel hierbei ist es, den Muskelaufbau zu beschleunigen und bzw. oder über die eigenen Leistungsgrenzen hinaus zu gehen, sowie den Fettabbau voranzutreiben. Der höchste natürliche Testosteronspiegel ist zwischen dem 20. Und dem 30. Lebensjahr erreicht. Es ist normal, dass der Testosteronspiegel im Laufe des Lebens und mit zunehmendem Alter abnimmt. Das im Präparat enthaltene Testosteron ist zusammen mit Wachstumshormonen für den Muskelaufbau verantwortlich, da es die Proteinbiosynthese anregt. Es fördert vor allem die Verstärkung der roten Muskelfasern. Ein hoher Testosteronspiegel ist somit für viele gleichbedeutend mit Männlichkeit. Sobald die Muskelproteinsynthese durch oben genanntes Präparat stimuliert wird, führt dies zu einer Zunahme des Muskelvolumens und deren Kraft. Dieser Effekt ist besonders groß, wenn zusätzlich zur Einnahme von Testoviron weiterhin ausdauernde sportliche Aktivitäten betrieben werden und der Muskelaufbau so noch schneller und weiter vorangetrieben wird. Auch Wachstumshormone werden mit beeinflusst und haben somit Auswirkungen auf den Muskelausbau.
Hiermit werden zwar durchaus auch gute Resultate erzielt, jedoch gibt es mehrere Probleme, die im Zuge der Ersatzstoff-Therapie zum Zwecke des Muskelaufbaus auftreten können. Zum einen kommt es nicht nur zu gewünschten Zunahme der eigenen Muskelmasse und -kraft, sondern auch das Gewicht des eigenen Herzmuskels wird durch die Einnahme von Testosteron gesteigert. Dies kann ab einer bestimmten Grenze schnell zu Durchblutungsstörungen führen, da die Gefäßdurchblutung nicht mit der Gewichtszunahme des Herzmuskels mithalten kann.

Diese Gefahr besteht nicht nur bei sportlichen Neueinsteigern, sondern kommt auch bei fitten und gut trainierten Leistungssportlern vor, was im Endeffekt häufig zu plötzlichem Herztod führt. Neben der Zunahme des Herzmuskelgewichts kann es aber auch sehr schnell zu unsachgerechter Anwendung von Testoviron und somit Überdosierungen kommen, welche im Endeffekt zu schwerwiegenden und häufig auch dauerhaften urologischen Problemen führen. An sich ist Testosteron, auch speziell in Form von Muskelpräparaten, nichts Schlechtes. Probleme treten dann auf, wenn die Dosierung überschritten wird. Im Sportbereich wird in der Regel deutlich mehr Testosteronpräparat als die ärztlich vorgeschriebene Menge gespritzt, sodass wie bei jedem Arzneimittel Nebenwirkungen auftreten. Da Testoviron zumal normalerweise nur auf Rezept von einem Facharzt verschrieben werden kann, ist von anderen Beschaffungswegen eher abzuraten, da hier durch Verunreinigungen oder falsche Dosierungen schnell diverse Schäden am eigenen Körper, primär sind dies Leberschädigungen, entstehen können. Von solchen Methoden ist daher nur abzuraten.

Dosierung

Die Dosierung desselben sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker erfolgen, da diese abhängig von Problem und Ziel der Behandlung ist. In der Regel liegt die Dosierung bei männlichen Nutzern zwischen 400 und 1200 mg pro Woche, bei Frauen etwas zwischen 50 und 100 mg. In Abhängigkeit von Ziel und Anspruch des Präparats kann die Dosierung natürlich auch höher oder niedriger ausfallen. Dies wird vom Arzt berechnet und kann in der Regel gefahr- und bedenkenlos so hingenommen werden.

Testoviron wird in Normalfall in Mengen von 3x1ml verkauft und liegt bei dieser Menge meist bei einem Preis von 35 bis 40€.
Die Anwendung der Injektionsspritzen sollte nur durch Fachpersonal erfolgen. Auch die Dauer der Behandlung sollte mit dem jeweilig behandelnden Arzt abgesprochen sein und ist individuell abhängig von Problem und Ziel der Behandlung. Bei Eigenanwendung der Injektionen, wie es im Sport- und Bodybuildingbereich häufig der Fall ist, kann es durch das falsche Setzen der Spritze schnell zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Die Injektion muss in die Muskelbahnen erfolgen, der Facharzt erledigt dies meist durch Einspritzung in den Gesäßmuskel. Gefährlich wird es, wenn die Injektion stattdessen in Blutbahnen erfolgt, was als Laie in Bezug auf medizinische Handhabung schnell passieren kann.

Bei Überempfindlichkeiten gegen die Inhaltsstoffe, bestehendem Verdacht auf Prostata- oder Mammakarzinome sowie bei Lebertumoren oder Nierenkomplikationen sollte Testoviron, falls nicht anders vom Arzt verordnet, nicht angewendet werden.

Wie bei jedem Medikament treten auch bei diesem verschiedene Nebenwirkungen auf. Einige davon sind beispielsweise Leber- und Nierentumore, Gewichtszunahme, Schädigungen des Herzmuskels und des Herz-Kreislauf-Systems, Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose, Steigende Gefahr für Schlaganfälle und Thrombose, Veränderungen der Schilddrüsenfunktion, Wassereinlagerungen, Akne, Haarausfall, Gefühlsschwankungen, Abnahme der Spermienzahl, Kopfschmerzen, Verstopfung, Hautrötungen, Muskelkrämpfe, gestörtes sexuelles Verlangen, Brustschmerzen und Prostatakrebs. Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem ist außerdem, dass der Körper bei von außem zugeführtem Testosteron aufhört, dieses selbstständig zu produzieren. Bei bereits an Testosteronmangel erkrankten Patienten ist dies nicht weiter schlimm. Nehmen allerdings ansonsten gesunde und fitte Sportler Testosteronpräparate zu sich, um den eigenen Muskelaufbau zu verstärken, so werden die testosteronbildenden Zellen vom Körper irgendwann völlig abgebaut und alle Wirkungen, die das Testosteron ursprünglich auf den Körper hatte, können, bis hin zur Elimination der Potenzfunktion, zunichte gemacht werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich durchaus sagen, dass Testosteron sowohl für Männer als auch für Frauen ein wirklich wichtiges Hormon ist, welches bei Mangel und daraus resultierenden Problemen durch Einnahme des Ersatzpräparates Testoviron durchaus zu kompensieren ist. Im medizinischen Bereich und in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder dem zuständigen Apotheker ist Testoviron daher ein sehr hilfreiches Mittel und kann, in Abwägung und ständiger Betrachtung der möglichen und im Beipackzettel aufgelisteten Nebenwirkungen, mit Sicherheit bei vielen Problemen helfen und angewendet werden. Bei Sportlern, insbesondere Bodybuildern, erzeugt Testoviron durchaus schnell die gewünschte Ziele und Erfolge. Es besteht hier jedoch ein durchaus hohes Risiko der Überdosierung mit ernsthaften und sogar tödlichen Konsequenzen.