Prohormones: Vorteile und Nebenwirkungen 2020

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Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei Prohormonen um “Vorhormone” – also Stoffe, welche erst im Körper zu den eigentlich wirkenden Hormonen umgewandelt werden. Doch worum handelt es sich hier eigentlich, wie wirken die Prohormone im Körper, welche Dosierungen sind für diese relevant, auf welche Nebenwirkungen sollte geachtet werden und wie teuer sind diese? Nachfolgend werden alle wichtigen Informationen zu den mittlerweile im Bodybuilding und Muskelaufbau beliebten Prohormonen in Erfahrung gebracht:

Was sind Prohormone überhaupt?

Es handelt sich bei Prohormonen um eine Vorstufe von Hormonen, welche im Körper vorkommen beziehungsweise wirken. Prohormone haben kaum eine Wirkung beziehungsweise keine direkte Wirkung auf den Organismus. Daher handelt es sich dabei lediglich um das Grundgerüst, welches der Körper benötigt, um Hormone herzustellen. Typischerweise werden unter Prohormonen aber Vorstufen von Hormonen verstanden, welche beim Muskelaufbau helfen beziehungsweise eine anabole Wirkung aufweisen. Daher enthalten diese Enzyme, welche bei der Bildung von anabol wirkenden Hormonen im Körper helfen. Grundsätzlich wirken Prohormone im Körper, sind dabei aber nicht so stark wie reguläre Hormone mit einer anabolen Wirkung.

Zuerst kamen Prohormone in den 90er Jahren auf den Markt. Seither wurden immer wieder Veränderungen an diesen vorgenommen, da diese immer wieder mit neuen Regulierungen belegt wurden. Eines der ersten Prohormone auf dem Markt in den 90er Jahren war Androstenidione. Mit der Zeit wurden aber immer wieder neue Vorhormone entwickelt, welche eine bessere Wirkung und weniger Nebenwirkungen aufwiesen. So hat sich der Markt über die letzten Jahre immer wieder vergrößert. Das Angebot an Prohormonen ist mittlerweile riesig. So weisen die unterschiedlichen Produkte Wirkungen in verschiedenen Stärken auf. Zudem gibt es Produkte, welche sich teilweise durch andere Wirkungen auszeichnen als andere. Nebenwirkungen können aber auch bei Prohormonen nicht ausbleiben – dazu in den folgenden Absätzen aber noch mehr.

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Wie wirken Prohormone im Körper?

Erfolgt die Einnahme von Prohormonen, so werden diese typischerweise über Kapseln zugeführt. Befinden sich diese anschließend im Verdauungstrakt, so werden diese vom Blutkreislauf aufgenommen. Im Blutkreislauf treffen dann bestimmte Enzyme, welche natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen, auf die Vorhormone und wandelt diese zu wirkenden Hormonen um. Dabei entsteht typischerweise Testosteron oder Nortestosteron. Diese Hormone üben wiederum anabole Effekte auf den Körper aus: Unter anderem fördern diese den Muskelaufbau im Körper. Darüber hinaus üben die Hormone, welche aus den Prohormonen entwickelt werden, eine antikatabole Wirkung auf den Organismus aus: Sie wirken also dem Muskelabbau entgegen und fördern gleichzeitig den Erhalt der Vorhandenen Muskelmasse. Aufgrund dieser Wirkung findet der Einsatz von Prohormonen gerade im Fitness – und Bodybuilding-Bereich statt. Aber auch im Leistungssport beziehungsweise im Ausdauersport finden die Vorhormone ihre Anwendung.

Welche Vorteile können Prohormone aufweisen?

Durch ihre anabole und antikatabole Wirkung können Prohormone einige Vorteile für den Körper haben und positive Auswirkungen auf diesen haben: Unter anderem sind diese aufgrund ihrer Wirkung für den Muskelaufbau geeignet. So machen viele Bodybuilder von der Wirkung der Vorhormone Gebrauch. Des Weiteren unterstützen Vorhormone den Körper bei der Zerstörung von Cortisol – einem Stoff, welcher den Abbau von Muskelmasse fördert. Wird dieser Stoff jedoch von Prohormonen zerstört, so wird dem Muskelabbau effektiv entgegengewirkt. Zudem unterstützen Vorhormone einen Kraftzuwachs im Training – das liegt vor allem an dem höheren Testosteronspiegel, zu welchem diese führen. Mehr Kraft im Training sorgt wiederum für einen schnelleren Muskelaufbau. Zusätzlich wird die Wasserspeicherung in den Muskeln durch die Einnahme von Prohormonen unterdrückt.

Auch dies ist eine antikatabole Wirkung, welche für den Muskelaufbau von Vorteil ist. Gleichzeitig wird die Regeneration der Muskeln durch die Vorhormone unterstützt. Dies trägt wiederum dazu bei, dass im Training mehr Leistung abgerufen werden kann – auch nach sehr kurzen Trainingspausen. Darüber hinaus wird die Fettverbrennung unterstützt, weshalb Vorhormone auch zu einer verbesserten Definition des Körpers führen und bei einer Diät helfen können. Ein zusätzlicher Effekt der Vorhormone besteht darin, dass diese die Libido steigern – somit können diese sogar Männer mit einer erektilen Dysfunktion helfen.

Wie werden Prohormone typischerweise dosiert?

Grundsätzlich erfolgt die Einnahme von Prohormonen oral, denn diese werden typischerweise in Kapseln angeboten. Daher ist die Einnahme einfach, jedoch hängt die Dosierung von jedem einzelnen Prohormon ab. Wer Vorhormone einnimmt, sollte sich daher stets an die Angaben zur Dosierung für jedes einzelne Produkt halten. Ansonsten sind auch starke Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Auf keinen Fall sollte die Dosierung daher nach eigenem Ermessen nach oben angepasst werden!

Normalerweise werden Vorhormone über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen eingenommen. Dabei werden typischerweise 2 bis 3 Kapseln über den Tag verteilt eingenommen. Nach einer täglichen Einnahme über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen wird die Einnahme wiederum gestoppt. Dadurch wird verhindert, dass sich der Körper an die Vorhormone gewöhnt. Zudem wird dadurch eine sichere Einnahme garantiert. Die Einnahme von Prohormonen ist also von On – und Off-Phasen geprägt und zeichnet sich daher durch Zyklen aus. Eine durchgehende Einnahme sollte auf keinen Fall stattfinden, da diese gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen kann.

Welche verschiedenen Arten von Prohormonen gibt es?

Es kann grundsätzlich zwischen verschiedenen Arten von Prohormonen unterschieden werden, welche zwar in ihrer Hauptwirkung gleich ausfallen, sich allerdings in einigen Wirkungen leicht unterscheiden können. Besonders bekannt sind derzeit DHEA, 4-Androstenedion, 4-Androstenediol, 5-Androstenedion sowie 5-Androstenediol.

Bei DHEA handelt es sich um eines der ersten Vorhormone auf dem Markt. Es handelt sich hierbei um ein Vorhormon, welches dem Körper die Bildung von Testosteron ermöglicht. Da DHEA eines der ersten Vorhormone auf dem Markt ist, fällt die Wirkung von diesem nicht so stark wie bei anderen Vorhormonen aus. Dennoch weist DHEA eine antikatabole, anabole und blutdrucksenkende Wirkung auf. Außerdem wirkt sich das Vorhormon positiv auf das Immunsystem aus und diesem wird sogar eine Wirkung gegen Krebs nachgesagt.

Bei 4-Androstenedion handelt es sich wiederum um ein stärkeres Vorhormon, welches ebenfalls in Testosteron umgewandelt wird. Damit fallen die anabole und antikatabole Wirkung hier zwar stärker aus, allerdings werden 4-Androstenedion auch stärkere Nebenwirkungen nachgesagt. 4-Androstenediol wird sogar eine noch effektivere Wirkung nachgesagt als 4-Androstenedion. So wurde in Studien herausgefunden, dass 4-Androstenediol als Vorhormon noch mehr Testosteron erzeugt.

5-Androstenedion wiederum ist ein Stoff der 5-Steroide und daher nicht so potent wie Vorhormone aus der Gruppe der 4-Steroide. Allerdings sorgt 5-Androstenedion in Kombination mit Vorhormonen aus der Gruppe der 4-Steroide durchaus für einen schnelleren Wirkungseintritt, wie in Studien herausgefunden wurde. 5-Androstenedion wird daher oft in Kombination mit anderen Vorhormonen eingenommen. Grundsätzlich wird das Vorhormon im Körper in Testosteron umgewandelt. Auch 5-Androstenediol wird im Körper in Testosteron umgewandelt. Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein Vorhormon, dessen Wirkung nicht sehr stark ausfällt. Auch hier eignet sich daher eine kombinierte Einnahme mit anderen Prohormonen.

Wie teuer sind Prohormone?

Wie teuer Prohormone letztendlich sind, hängt natürlich von der Art der Prohormone ab, welche gekauft wird. Zudem sind die Kosten abhängig vom Hersteller. Befinden sich rund 90 Kapseln einer Packung, so liegen die Kosten aber in der Regel zwischen 40 und 60 €.

Zu welchen Nebenwirkungen können Prohormone führen?

Trotz der positiven anabolen und antikatabolen Wirkungen, welche Prohormone auf den Körper ausüben können, sollten die Nebenwirkungen nicht außer Acht gelassen werden, denn es können durchaus Nebenwirkungen auftreten. Diese sind natürlich auch abhängig von der Dosis, der Länge der Einnahme, der Qualität der Vorhormone sowie der Art der Vorhormone. Nebenwirkungen wie Akne oder Haarausfall können durchaus von Prohormonen hervorgerufen werden. Auch Nebenwirkungen wie eine ölige Haut sind nicht auszuschließen. Es können außerdem Nebenwirkungen aufkommen, welche sich in einer Steigerung der Aggression bemerkbar machen.

Bei Frauen kann es des Weiteren zu einem stärkeren Wachstum der Haare im Gesicht und an weiteren Körperstellen kommen. Da die Vorhormone in der Leber umgewandelt werden, sind diese gerade für eine schwache Leber oder eine eingeschränkte Leberfunktion nicht unbedenklich. Beachtet werden sollte grundsätzlich, dass sich die Nebenwirkungen bei einer Dauereinnahme verstärken können und zudem häufiger auftreten können.